new york
Tag 7, Sonntag, 05.10. – Cup- und Cheesecakes
Der letzte Tag und nichts geplant. Das geht doch nicht.
In meinem schlauen Reiseführer war alles abgehakt, was mir interessant vorkam, doch irgendwas muss es doch noch geben.
Nach längerem stöbern bin ich auf den Bronx Zoo gestoßen. Der größte und schönste der USA. Eintritt war auch nicht so unverschämt, wie beim Botanischen Garten.
Noch einmal ausgiebig frühstücken wollten wir gleich um die Ecke bei der Columbus Bakery.
Nachdem wir aber zweimal die Straße hoch und runter gelaufen sind und nicht an der Bakery vorbeiliefen, kamen wir zu dem Entschluss, dass die wohl geschlossen hat.
Schnell nach einer Alternative suchen.
Die fanden wir ein paar Straßen weiter oben, nebenan war auch ein Dunkin Donut, bei dem wir anschließend einen ¾ L Hot Chocolate für unterwegs holten. Dann setzten wir uns in die UBahn und fuhren in die Bronx.
Als wir ausstiegen, sahen wir sofort, dass wir nicht mehr in Manhattan waren. Die Straßen waren unsauberer, die Brücken heruntergekommen und die Häuser – bis auf ein paar Ausnahmen – auch nicht mehr die schönsten.
Doch der Zoo war gleich in der Nähe und so hüpften wir schnell an den unhübschen Details vorbei. Nur um dann zum nächsten unhübschen Detail zu kommen. Dem wahren Eintrittspreis des Bronx Zoo.
Der war nicht 15$, sondern stolze 25$ pro Person. Ein kleiner Unterschied.
Uns war der allerdings zu groß.
Der Leipziger Zoo ist auch schön und nicht 8000km entfernt, also warum sollten wir in den Zoo gehen, wir haben auch noch genug andere Sachen zu erledigen. Irgendwas eben.
So fiel mir auf, dass wir zum Beispiel noch gar nicht am Hudson River waren. Den muss man doch gesehen haben, wenn man in New York war.
So spazierten wir bei wunderschönem Wetter ein bisschen am Hudson entlang. Vorbei an ein paar sehr zutraulichen Hörnchen, ich traute mich allerdings nicht mehr meinen Finger zu opfern und so blieben die Hörnchen und ich immer im sicheren Abstand zu einander.
Unser Ziel für die Mittagszeit war die Magnolia Bakery. Mad hat darüber etwas im Internet gefunden und so wollten wir einmal die weltberühmten Cupcakes (Muffins mit Topping) probieren, die auch schon in Sex an the City vernascht wurden (da ich die Serie nicht gucke, weiß ich’s nicht, muss also den Internetaussagen Glauben schenken)
Ohweh, irgendwie scheint die Bakery recht bekannt zu sein im Viertel, es stand wieder eine endlose Schlange vor dem Laden. Darauf hatten wir nun wirklich keine Lust. Wir stellten uns hinten an, aber eigentlich nur, um nicht im Weg zu stehen und schauten währenddessen ins schlaue Buch um eine Alternative zu finden. Das Buch spukte aber nicht viel aus und die Schlange wurde vor uns auch immer kleiner und so waren wir bevor wir uns versahen schon an der Reihe.
Drei Cupcakes für jeden. Am Hudson setzten wir uns auf eine Bank und packten die Teile aus. Der erste „German Chokolate Cupcake“ war lecker, aber unglaublich süß. Der zweite brachte unseren Blutzuckerspiegel fast zum kollabieren, den dritten schauten wir schräg an, bekamen ihn nicht aus der Hülle und ließen den dann lieber in der Form um ihn später zu essen, wenn unser Kreislauf wieder stabil war.
Durch Hell’s Kitchen mussten wir noch eine Runde laufen, damit wir wenigstens mal dort waren. Wirklich interessant war es nicht. Es gab nichts spezifisch Hell’s Kitchen mäßiges und so setzten wir uns wieder in die Bahn (mittlerweile war es auch schon fast 18Uhr) um nach Brooklyn zu Junior’s zu fahren. Dort soll es die besten Cheesecakes von ganz New York geben. Was vor ein paar tagen noch wie das Paradies auf Erden klang, klang heut nach den Cupcakes viel weniger danach. Trotzdem. Das letzte Nahrungsmittel auf unserer New York Ess Liste. Was sein muss, muss sein.
Mad aß auch einen, ich brauchte jedoch etwas Herzhaftes um nicht vom Stuhl zu fallen. Es gab lecker Pommes mit Käsetoast und Bacon. Danach hätte ich eigentlich wieder etwas Süßes gebraucht, aber der Magen war voll, also lassen wir das mal lieber.
Dann ging’s ab nach Hause, wo noch schnell die Tasche gepackt wurde und nun das Licht ausgemacht wird…
Am letzten Tag besuchten wir vor unserer Abholung noch die Strawberry Fields. Die liegen im Central Park und sind eine Erinnerung an John Lennon, der vor einer Haustür gleich um die Ecke erschossen wurde. Es war natürlich mal wieder viel los und das obwohl es noch früh am Morgen war.
Danach haben wir ein Subway Sandwich gegessen und es gibt turbulent zum Flughafen und von dort aus Heim. Auf dem Flug war das schlafen natürlich nicht gerade schön bzw möglich.
Heimfahren ließ mich mad dann auch nicht, weil ich wie ein Zombie aussah und vermutlich an jeder Kreuzung eingeschlafen wäre.
Ihr Lieben, na heute klappt es ja mit dem zurückschreiben. Gestern habe ich zwar meinen Senf ins Gästebuch geschrieben, aber er war dann weg, da noch kein Formular da war. So, das wollte ich auch los werden. Geniesst nur die warmen Sonnenstrahlen noch ,hier ist es stürmisch und regnerisch geworden. Grade mal 13 Grad. Viele schöne Erlebnisse wünschen wir euch! Gruß Ma und Pa